Ein Konzept für mehr Lebensqualität

1999 hat der Gemeinderat Gossau beschlossen, ein Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) zu erarbeiten, mit dem die Landschaft kontinuierlich aufgewertet wird. Der Gemeinderat erkannte, dass die Landschaft nicht nur das zufällige Ergebnis verschiedener Ansprüche und Nutzungen bleiben durfte. So setzte er eine Kommission mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gemeinderat, der Planung, der Land- und Waldwirtschaft, der Jagd, dem Naturschutz und dem Verkehrsverein ein, die sich intensiv mit dieser Problematik auseinandersetzte. Zusammen mit Fachleuten der Hochschule für Technik in Rapperswil entwickelte die Kommission ein Landschaftsentwicklungskonzept (LEK), das im Juli 2001 in Kraft gesetzt wurde. Mit dem Konzept wird versucht, zwischen den Nutzungsansprüchen der Landwirte, Waldbesitzer und Erholungssuchenden und den Anforderungen an die Landschaft als Lebensraum einheimischer Tiere und Pflanzen ein Interessenausgleich zu finden. Im November 2004 wurde an der Urnenabstimmung ein jährlich wiederkehrender Kredit zur Landschaftsaufwertung beschlossen.

Damit konnte die Landschaft Jahr für Jahr aufgewertet werden: Die Bauern haben zusätzliche Ausgleichsflächen geschaffen, Waldränder aufgelichtet und neue Hecken und Hochstammobstbäume gepflanzt. Ausserdem wurden Bachläufe revitalisiert, Ufergehölze aufgewertet, und ein Teich wurde vergrössert. Zahlreiche andere LEK-Aktivitäten sind zwar weniger auffällig, deswegen aber nicht weniger wichtig: Lehrinnen und Lehrer liessen sich weiterbilden und organisierten Projekttage für Schulklassen, um die Lebensweise der einheimischen Tiere und Pflanzen zu erforschen.

Gossauer Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) – Die Gewinner sind gekürt

Im September 2013 hat die Gemeinde Gossau ZH einen Wettbewerb für naturnahe Projekte lanciert. Egal ob Landschaft, Garten oder Industrieareal – Hauptsache die Gossauer Landschaft profitiert durch mosaikartige, abwechslungsreiche Strukturen mit denen die Vielfalt der Natur gefördert wird.

Gewinner des Wettbewerbs ist das Projekt „LEK Aabachhof" der Familie Daniel und Florina Wäfler aus der Tägernau.

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